Wettbewerb Wohn- und Geschäftshaus am Markt SSK

Unsere Leitidee ist die Errichtung eines maximal flexiblen Wohn- und Geschäftshauses, welches sich würdevoll und maßstabsgerecht in den historischen Kontext einfügt, die wirtschaftlichen Randparameter ausnutzt und gleichzeitig zur Aufwertung, Stärkung und Belebung der Bocholter Innenstadt beiträgt. Die „gute Stube Bocholts“ wird geprägt durch das historische Rathaus und die einem durchgängigen Gestaltungskonzept folgenden platzdefinierenden Gebäude. Bereits der vorliegende Bebauungsplanentwurf berücksichtigt diese bestimmenden Parameter. Folglich nimmt der Entwurf die grenzständige Bauweise auf und führt die vorhandene Bebauung als klare Blockrandbebauung fort. Vorhandene Dachneigungen, Trauf- und Firsthöhen werden aufgenommen, wesentliche Gestaltungsmerkmale, wie Flächigkeit der Fassaden und Dachflächen, Lochfassaden mit regelmäßiger axialer Fensteranordnung, Betonung der Fenster durch gestalterische Rahmungen und die Schichtung der Geschosse werden angemessen adaptiert und zugleich neuzeitlich und nachhaltig interpretiert. Eine ortsgerechte Baukörpergliederung wird durch das Abknicken des Baukörpers entlang des “Marktes“, ein Wechsel der Fenstergrößen in den oberirdischen Gewerbeflächen sowie eine Ablesbarkeit des Funktionswechsels von Gewerbe zu Wohnen am St.-Georg-Platz erzielt. Die am Marktplatz vorherrschende 3-Geschossigkeit zzgl. Dachgeschoss wird aufgenommen und in eine 4-Geschossigkeit zzgl. Dachgeschoss zum Westen bzw. Süden überführt. Damit einhergehend sind die öffentlichen bzw. halböffentliche Funktionen zur Belebung des Marktplatzes zu eben diesem orientiert. Dem Marktplatz abgewandt sind die privaten Wohnnutzungen bzw. die Tagespflege vorgesehen, sodass die Blockrandbebauung eine klare funktionale Gliederung und Zuordnung erfährt.